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In Unterzahl ausgeglichen

Fußball-Oberligist SV Gonsenheim trennt sich von Pfeddersheim 2:2 / Gelb-Rot für Mustafa Yilmaz

Mainz. Manchmal lohnt es sich dranzubleiben. Wer die zerfahrene, ereignislose erste Hälfte des Oberliga-Derbys zwischen dem SV Gonsenheim und der TSG Pfeddersheim nicht zum Anlass genommen hatte, sich in die warme Wohnstube zu flüchten, der wurde mit flotten, turbulenten zweiten 45 Minuten belohnt. Für die Wildpark-Elf rentierte es sich, trotz Unterzahl und zweimaligen Rückstandes nicht aufzustecken. So stand am Ende ein verdientes 2:2 (0:0), mit dem beide Seiten leben konnten. Die Wormser, weil der Negativ-Lauf in Gonsenheim ein Ende fand, die Mainzer, weil sie gleich viermal auf die Verliererstraße zu geraten drohten.

Erst foulte Jan Itjeshorst TSG-Angreifer Andreas Buch, doch Lucas Oppermann drosch den fälligen Strafstoß übers Tor (48.). Dann schickte Mathias Tillschneider Oppermann mit einem präzisen Steilpass durch die Abwehrkette hindurch zum 0:1 auf die Reise (59.). 120 Sekunden später foulte der schon verwarnte Mustafa Yilmaz Buch, Gelb-Rot war die Folge (61.). Doch der SVG wehrte sich, Maziar Namavizadeh düpierte am Flügel Florian Lutz und spielte quer zu Ibrahim Yilmaz, der nur noch einzuschieben brauchte (66.). Für den nächsten Rückschlag war erneut Oppermann zuständig, der den Ball von der Strafraumkante aus in den Winkel schlenzte (72.). Aber die Platzherren waren immer noch nicht besiegt. Freistoßflanke Maxim Bujnov, Kopfball Jonas Eichbladt, 2:2 (81.). Den Matchball hatten sogar die Gonsenheimer, doch Namavizadehs Schuss aus spitzem Winkel parierte Bakary Sanyang klasse (87.). „Wir sind zweimal zurückgekommen, das schaffen zu zehnt nicht viele Mannschaften. Wir haben Moral bewiesen und das Spiel in keiner Phase aufgegeben“, betont SVG-Trainer Babak Keyhanfar. Doch klar ist auch, dass die personell dezimierten Gonsenheimer – trotz dreier A-Jugendlicher im Kader blieb ein Bankplatz frei – die Leichtigkeit verloren haben, die noch vor einigen Wochen ihr Spiel geprägt hatte. Hinzu kommt der zweite Platzverweis binnen fünf Tagen, über den, so Keyhanfar, „zu reden sein wird“.

Torben Schröder