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Stadtderby im Uwe-Becker-Stadion!

Tapfer kämpfende Pfeddersheimer bieten Wormatia Worms beim 1:2 lange in Unterzahl die Stirn

Pfeddersheim. Es war in der 26. Minute, als sich Schiedsrichterin Ines Appelmann unfreiwillig in den Mittelpunkt rückte. Sie stand nur wenige Meter entfernt, als der Pfeddersheimer Mathias Tillschneider nach einem missglückten Angriff etwas frustriert seinen Wormser Kontrahenten Sandro Loechelt recht unsanft zu Boden stieß. Für die Schiedsrichterin klar eine Tätlichkeit und daher eine Rote Karte. „Doch nicht in einem Testspiel“, rief der erzürnte TSG-Coach Norbert Hess der Schiedsrichterin zu und auch sein Gegenüber, Wormatia-Coach Steven Jones, war mit der Entscheidung der Schiedsrichterin – so richtig sie war – nicht glücklich. Denn mit einem Mal war das Testspiel irgendwie nicht mehr das, wofür es die beiden Trainer eigentlich nutzen wollten. „Vielleicht sollte man in einem solchen Spiel die persönliche Strafe zwar aussprechen, aber dann doch die Mannschaft wieder auffüllen lassen“, meinte Hess nach der Partie. „Ich habe tatsächlich überlegt, das der Schiedsrichterin vorzuschlagen“, meinte auch Steven Jones.



Er tat es nicht und sah nach dem Platzverweis ein Spiel, in dem sich seine Spieler gegen die tief stehenden Pfeddersheimer schwertaten und am Ende doch etwas glücklich einen 2:1 (0:0)-Sieg einfahren konnten. Patrick Auracher hatte in der 78. Minute mit einem Abstauber nach einem Freistoß von Benjamin Maas die Pfeddersheimer Führung ausgeglichen. Auch die war nach einem Standard durch einen Treffer aus kurzer Distanz von Simon Bundenthal in der 60. Minute erzielt worden. In der 86. Minute war es schließlich der eingewechselte Wormate Sebastian Schmitt, der eine Flanke passgenau auf die Stirn von Ricky Pinheiro schlenzte, der zum 2:1 einnickte.

Letztlich konnten sich beide Trainer dann doch noch mit dem Spiel Zehn gegen Elf anfreunden. „Die Peddersheimer haben in Unterzahl das Gleiche gemacht wie mit elf Spielern. Richtig gut verteidigt“, lobte Jones den Gegner. Und seine Mannschaft fand, wenn auch gefühlt in der zweiten Halbzeit mit 85 Prozent Ballbesitz, zu selten den Weg in den Strafraum. Und wenn, dann stand da, in seinem unwiderruflich letzten Spiel für seine Mannschaft, Keeper Thorsten Müller, der 80 Minuten lang noch einmal zeigte, dass er viel zu gut ist, um aufzuhören. Als er seinem Nachfolger Pascal Noack den Platz zwischen den Pfosten räumte, toste eine Minute lang Applaus für die Torwart-Legende auf.

Dass das Ergebnis des Spiels zumindest für Hess nebensächlich war, zeigte letztlich die Einwechslung von Raimondo Corrado. Der ehemalige Pfeddersheimer Landesligaspieler, dessen großer Traum es war, einmal gegen die Wormatia zu spielen, hatte versprochen, für einen Einsatz die Mannschaft in seine Pizzeria einzuladen. Sieben Minuten durfte er ran, an den Ball kam er aber nicht.

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