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Neue Ziele? ein Thema bei der TSG!

Von Carsten Schröder

PFEDDERSHEIM - Die Töne im Pfeddersheimer Uwe-Becker-Stadion werden forscher. „Wir haben noch vier Spiele bis Weihnachten. Danach werden wir sehen, wo wir stehen – und welche Ansprüche wir stellen können." Das sagt Norbert Hess. Der Trainer weiß eben, dass es bei mittlerweile 31 gesammelten Zählern immer schwerer fällt, den Fuß auf der Bremse zu halten und immer nur von Punkten gegen den Abstieg zu sprechen. Sollte am Samstag zum Vorrundenfinale gegen 1. FC Saarbrücken II der nächste Dreier gelingen, könnte bis zum Jahreswechsel tatsächlich schon die Marke von 40 Punkten erreicht werden. Und die reichen ja gemeinhin für den Klassenerhalt...

So richtig wohl fühlt sich Hess allerdings noch nicht, wenn er an neue Ziele denkt. Und schon gar nicht will er sich dabei an der Tabellenspitze orientieren. Deshalb mochte er sich auch über die jüngste 0:2-Niederlage beim SV Gonsenheim nicht länger als unbedingt nötig ärgern. Denn: „Dass wir irgendwann mal wieder eine Niederlage einstecken müssen, ist in unserer Phase der Entwicklung doch normal. Das hätte auch schon 14 Tage früher passieren können." Hätte. Passiert ist es allerdings nicht. Und „hätte" es noch 14 Tage gedauert, die TSG wäre jetzt sogar bis auf einen Punkt auf Platz zwei herangerückt. Dort rangiert der SC Hauenstein, der nun zu Spitzenreiter Saar 05 Saarwellingen muss.

Mit dieser Konstellation möchte sich Hess aber eben nicht befassen. Ihm geht es vor dem Heimspiel gegen die Zweite des 1. FC Saarbrücken eher darum, seiner Mannschaft die zuletzt aufgetretenen Flausen wieder auszutreiben. Die Niederlage in Gonsenheim erklärt er nämlich in erster Linie damit, dass die Mainzer „mehr investiert" hätten. „Wir wissen jetzt wieder, dass jeder Gegner konsequent bespielt werden muss", sagt Hess – und hat deshalb in der Trainingsarbeit unter der Woche schon mal ganz speziell auf das Zweikampfverhalten ein Augenmerk gelegt. Denn genau darauf werde es am Samstag auf vermutlich schweren Geläuf ankommen: „Das wird ein echtes Kampfspiel."

Fehlen wird den TSGler dabei ein weiteres Mal Sebastian Kaster, den der Dienst ruft. Auch Philipp Bach plagt noch der eigene Rücken. Weil es aber sonst keine Not gibt und er gleich ein halbes Dutzend seiner Spieler mit den Hufen scharren sieht, denkt Hess intensiv darüber nach, wie er seine erste Elf vielleicht umbauen kann. Beste Aussichten auf eine Rückkehr hat wohl Dennis Seyfert, dem Hess in Gonsenheim eine Pause verordnet hatte. Hinten stehen Sven Oswald, Marcel Edel, Philipp Stiller, Björn Miehe parat. Hess: „Vielleicht könnte ich Mathias Tillschneider nach vorne ziehen..." Wie auch immer: Einen Spaziergang erwartet Hess auch gegen die Saarländer nicht. Die hatten sich zuletzt gegen Arminia Ludwigshafen und den SC Hauenstein teuer verkauft – und werden dies auch in Pfeddersheim tun wollen.

Wormser Zeitung vom 07.11.14