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Als Sieger fällt alles leichter

von Carsten Schröder (Wormser Zeitung)

OBERLIGA     Bei der TSG feilt Trainer Hess dennoch am Offensivspiel

PFEDDERSHEIM - Es läuft. Zwölf Spieltage der neuen Runde in der Fußball-Oberliga sind mittlerweile gespielt. Ein Drittel der Saison ist also rum. Und wenn Norbert Hess jetzt ein erstes Fazit zieht, dann geht ihm das Lächeln fast nicht aus dem Gesicht. Auf stolze 22 Punkte hat er es mit seiner umgebauten TSG Pfeddersheim geschafft. Und wenn die TSGler nun am Samstag die Spvgg. Burgbrohl im Uwe-Becker-Stadion erwarten, dann tun sie das als Tabellendritter.

Bei allem Frohsinn. Wirklich von der Bremse gehen möchte Norbert Hess dann aber auch wieder nicht. Für ihn ist das aktuelle Tabellenbild eine Momentaufnahme. „Es ist auch in dieser Saison alles sehr eng in der Oberliga", betont er. Mit zwei Niederlagen könne eine Mannschaft auch schnell wieder ins Niemandsland der Tabelle abrutschen. Hess vergisst nicht, dass die Siege gegen Neunkirchen und bei Hertha Wiesbach auch eine Spur glücklich waren: „Erst ein frühes Tor, dann ein ganz spätes." Und deshalb ruft er auch seine zu Saisonbeginn ausgegebene Zielsetzung immer wieder in Erinnerung: „Wir wollen möglichst frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun haben."

Leugnen lässt sich aber nicht: Wenn eine Mannschaft erst mal drei Siege in Serie, bei SV Elversberg II gab es ja ebenso einen Dreier, auf dem Konto hat, „dann geht vieles sehr viel leichter". Wobei: Leicht genug geht es gleichwohl noch nicht, taten sich die TSGler doch zuletzt gerade im Offensivspiel erkennbar schwer. „Gegen den Ball stehen wir eigentlich sehr gut", hebt Hess hervor. Das eigene Angriffsspiel mühte sich der Coach zuletzt aber durch intensives Training (Unterzahlspiel, Flügelspiel, Torabschluss) zu verbessern. Wunderdinge möchte er an diesem Punkt so schnell aber keine erwarten: „Das ist ein Prozess, das funktioniert nicht schon nach 14 Tagen."

Dabei ahnt Hess auch, dass es gerade gegen die im unteren Drittel angesiedelten Rheinländer auf ein flottes Angriffsspiel ankommen wird. „Die werden sehr tief stehen und erst mal abwarten", so der Coach, der unterstreicht: „Da tut sich jede Mannschaft schwer." Die erste Vorgabe an seine Truppe wird deshalb auch sein, „sich nicht durch einen Konter überraschen zu lassen". Danach heißt es: Chance suchen – und natürlich auch nutzen.

Hoffnungsvoll stimmt den Coach, dass Sebastian Kaster wieder einsatzbereit ist. Auch Kevin Gotel nähere sich den hundert Prozent. Fehlen werden am Samstag wohl einzig Tobias Bräuner und Philipp Stiller (beide muskuläre Probleme), weshalb dem Trainer bei der Auswahl seiner ersten Elf viele Möglichkeiten bleiben. Und helfen sollte dies letztlich auch, die gute Laune übers Wochenende zu behalten.