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Nochmal Schott...

OBERLIGA Pfeddersheimer streben nach Pokalpleite Revanche gegen TSV Schott Mainz an

Zeit zum Trübsal blasen bleibt der TSG Pfeddersheim kaum. Nach ihrer bitteren 0:2-Heimniederlage im Verbandspokal gegen den TSV Schott Mainz geht es für sie schon am kommenden Sonntag um 15 Uhr in der Fußball-Oberliga weiter. Und zwar genau gegen jenen Gegner, gegen den es am Mittwochabend zuhause die Pokal-Pleite setzte – nämlich Schott. Eine willkommene Chance zur Wiedergutmachung für die Pfeddersheimer, die ihre Niederlage mächtig wurmt.

Das Ausscheiden aus dem Verbandspokal, in dem die TSG in der Vergangenheit große Erfolge feiern konnte, hat Trainer Norbert Hess sehr enttäuscht. Auch einen Tag danach will er seinen Frust nicht verhehlen. „Für mich war das wichtigere der beiden Spiele gegen Schott eigentlich der Pokalwettbewerb. Im Gegensatz zur Liga kann man da leider nichts mehr korrigieren. Wir sind unwiderruflich draußen", ärgert sich Hess, dem zu allem Überfluss auch noch Philipp Stiller in Mainz nicht zur Verfügung stehen wird.

Der Verteidiger hatte sich am Mittwoch schon nach einer Viertelstunde verletzt und musste ausgewechselt werden. „Es ist wohl etwas Muskuläres. Er hat Schmerzen beim Gehen und wird bis Sonntag nicht wieder fit sein", gibt sich der TSG-Coach keinen Illusionen hin. Ein weiteres Fragezeichen steht hinter Steffen Litzel, auf den Hess schon im Pokal verzichten musste. „Wir müssen dieses Spiel jetzt so schnell wie möglich vergessen und am Sonntag wieder geraderücken", fordert Pfeddersheims Übungsleiter mit Nachdruck.

Um seine Forderungen auf dem Platz umzusetzen, muss sich die TSG von Beginn an so präsentieren, wie über weite Strecken der zweiten Hälfte gegen die Schottler. Da war der Gastgeber endlich energischer in die Zweikämpfe gegangen, hatte Druck entwickelt und war folglich auch zu einigen Torchancen gekommen. „Wir müssen die erste Hälfte vergessen machen", unterstreicht Norbert Hess. Und erinnert an den zumindest in den ersten 45 Minuten nicht nur in seinen Augen viel zu zaghaften Auftritt gegen die Mainzer. Denen es viel zu leicht gemacht wurde. „Wenn man sie mit ihren zahlreichen guten Fußballern spielen lässt, wird es ganz schwer. Das dürfen wir nicht nochmal zulassen, sie dürfen nicht zur Entfaltung kommen", blickt der Coach nach vorne.

Die Pfeddersheimer wollen in der Landeshaupstadt wieder besser als Kollektiv funktionieren und die Schwächen von Schott in der Rückwärtsbewegung ausnutzen. Wenn sie konsequent in die durchaus vorhandenen Lücken im TSV-Defensivbereich stoßen, werden sich automatisch Einschussgelegenheiten ergeben. Wer am Ende die Tore schießen soll, ist allerdings noch offen. Denn personell plant Norbert Hess eventuell einige Änderungen. „Für den ein oder anderen unserer Spieler wäre eine Verschnaufpause sicher nicht schlecht. Zumal wir im August enorm viele Partien hatten", sagt der Chefcoach.

Unterdessen erwartet auch Schott-Trainer Ali Cakici eine schwere Partie: „Das Spiel in der Liga wird ein völlig anderes sein als das im Pokal", ist er überzeugt. Die Mainzer seien erneut gefordert, ihre Qualitäten in vollem Umfang abzurufen. „Ich bin sicher, dass wir das auch machen werden und freue mich auf das Spiel", sagt Cakici, der vor dem erneuten Anpfiff „Chancengleichheit auf beiden Seiten" sieht.

Wormser Zeitung 05.10.14