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Rolf Emrich hört im Sommer auf


Pfeddersheimer Führungsduo gesprengt: Trainer Norbert Hess wird im Sommer die Aufgaben des Sportlichen Leiters Rolf Emrich  mit übernehmen.
Von Volker Schütz
PFEDDERSHEIM - Neue Bälle, neue Isomatten, drei neue Gesichter und eine Neuigkeit, deren Folgen erst im Sommer so richtig zu spüren sein werden: Beim Trainingsauftakt der TSG Pfeddersheim wurde nun auch offiziell bekannt, dass Rolf Emrich am Ende der Saison sein Amt als Sportlicher Leiter des Fußball-Oberligisten niederlegen wird. „Der Beruf, die Familie – auch aus Gründen der Gesundheit muss ich einen Schritt zurückgehen", sagte der 54-Jährige. Der TSG werde er weiter erhalten bleiben, unterstrich Emrich, „aber für das Tagesgeschäft werde ich nicht mehr zur Verfügung stehen."

Beim Einfädeln der Winter-Zugänge Max Bergemann-Gorski, Timm Adler und Daniel Zolotarev hatte Emrich noch die Finger mit im Spiel gehabt, nun zieht er sich aus diesem Geschäft zurück. Das Amt des Sportlichen Leiters wird Trainer Norbert Hess in Personalunion mit übernehmen – zumindest, was die erste Mannschaft betrifft. Für die diversen Aufgaben in Sachen Jugend und Zweiter Mannschaft, die immerhin um den Aufstieg in die Bezirksliga spielt, werden die Pfeddersheimer in der Frage der Emrich-Nachfolge noch nach Lösungen suchen müssen.
Dass die TSG sportlich derzeit so stark dasteht, dürfte Emrich den Schritt erheblich erleichtert haben. Platz drei in der Oberliga mit dem Ziel, möglichst lange in dieser Saison oben mitzuspielen und die Spitzenklubs das Fürchten zu lehren – so kann man am Ende einer Tätigkeit, die noch zu Zeiten der Landesliga-Zugehörigkeit begonnen hatte, gelassener zurückschauen. Bis dahin sind freilich noch ein paar Monate Saisongeschäft zu verrichten. Und die TSG hat einiges vor: Während sich das Team um Kapitän Tobias Klotz nach drei Runden zum Aufgalopp im Uwe-Becker-Stadion unter der Führung von Co-Trainer Steffen Litzel auf den Weg in den Pfrimmpark machte, um erste Kilometer zu „fressen", skizzierte Hess im TSG-Vereinsheim die Lage: „Am Ende der Vorbereitung werden wir nach Hauenstein fahren, um dort etwas mitzunehmen", so der 48-Jährige kämpferisch. Man habe berechtigterweise keine Angst vor irgendwem, auch nicht, nachdem nun einige gestandene Spieler nicht mehr zur Verfügung stünden. Wie gemeldet muss die TSG von sofort an auf die Dienste von Dennis Seyfert (SV Gimbsheim), Sven Oswald (TSV Gundheim), Marcel Edel (TuS Rüssingen), Björn Miehe (TSG-Zweite) und Philipp Stiller, der die TSG mit noch unbekanntem Ziel verlässt, verzichten. „Bei uns herrscht ein gutes Klima", meinte Hess dazu, dass trotz des anstehenden Abgangs Stiller, Edel und Miehe beim Trainingsauftakt mitmachten, um sich weiter fit zu halten. „So schlecht kann es bei uns also nicht gewesen sein", so Hess mit einem Lächeln. Bei der ersten Laufeinheit mit anschließenden „Stabi-Übungen" auf dem Stadionrasen fehlten somit lediglich Ersatztorhüter Kevin Krezdorn (Schule) und Christopher Ludwig, der sich ärgerlicherweise bei den Futsal-Kreismeisterschaften letzte Woche in Osthofen den kleinen Zeh gebrochen hat. „Der Arzt sagt, dass er vier Wochen ausfällt", nörgelte Hess. Darauf hoffend, dass die Verletzung rascher auskuriert werden könnte.