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Hess freut sich über Rückkehrer

OBERLIGA Bei der TSG Pfeddersheim lichtet sich das Lazarett / Tillschneider angeschlagen

Die Fluktuation im Trainingsbetrieb der TSG Pfeddersheim ist groß dieser Tage. Immerhin: War das „Kommen und Gehen“ zuletzt mehr durch den Abschied zahlreicher Spieler in den Krankenstand gekennzeichnet, so konnte Norbert Hess diese Woche verstärkt eine entgegengesetzte Bewegung erkennen. „Die verletzten Spieler kommen zurück“, erzählt der Trainer, der fast schmunzelnd ein „in Scharen“ anfügt. Es ist ein Trend, der Mut macht beim Aufsteiger. Bislang haben die Pfeddersheimer erst einen Zähler in der Fußball-Oberliga gesammelt. Und nun steht mit der Fahrt zu Arminia Ludwigshafen bereits der nächste schwere Gang an.

Wobei: Eines hat Norbert Hess bereits nach wenigen Wochen festgestellt. Nur mit 90 Prozent wird es auf den Plätzen zwischen Völklingen, Mechtersheim und Wirges für die Pfeddersheimer ohnehin nirgends gehen. „Da sind überall zum Teil echte Profis dabei“, unterstreicht der TSG-Trainer, der über seinen eigenen Kader sagt: „Bei uns arbeiten alle 40, 50 Stunden die Woche.“ Gut, der eine oder andere Student sei dabei. Unterm Strich müsse man aber eben etwas Geduld mitbringen. Und übersehen möchte er auch nicht: „Fast die Hälfte der Liga hat bisher noch nicht mehr als drei Punkte.“

Der nächste Gegner hat bereits sechs. Und die Fahrt ins nahe Ludwigshafen tritt Hess deshalb auch mit Respekt an. Speziell die Offensive der Arminen bringe viel Qualität mit, beschreibt er - und zählt Spieler wie die pfeilschnellen Kai Müller und Tim Amberger auf, nennt ein stark besetztes Mittelfeld mit Jens Leithmann und Andreas Lange oder Abwehrrecke Pietro Berrafato, der mit dem 1. FC Saabrücken schon den Aufstieg in die dritte Liga schaffte. Und: „Dazu haben die die beiden Rehhäußers verpflichtet“, holt Hess noch weiter aus. Das Brüderpaar stand bekanntlich in der Vergangenheit schon bei manch einem Regionalliga-Klub auf dem Wunschzettel.

Eines weiß Norbert Hess aber auch: Auch der TSG-Kader gibt einiges an Erfahrung her, weshalb dem Trainer vor der Fahrt nach Ludwigshafen nicht bange ist. Zudem erinnert er sich gerne an manch ein Duell zu gemeinsamen Verbandsliga-Zeiten, als die TSG dem angehenden Meister beispielsweise mal die einzige Saisonniederlage beibrachte. Eine weitere Hoffnung: „Gerade Kevin Gotel hat gegen die immer gute Spiele gemacht“, sagt Hess, der fordert: „Wir müssen an die Partie gegen Neunkirchen anknüpfen, noch besser in der Defensive stehen und die Chancen nutzen.“ Ganz einfach.

Noch mal zurück zum eigenen Personal: Schon beim 2:3 gegen Neunkirchen („wir waren vielleicht sogar besser“) meldete sich vor Wochenfrist Tobias Scheuermann zurück. Auch Sven Oswald, David Steckbauer, Ali Aslan - und sogar Kapitän Tobias Klotz sind zurück im Training. „Alle müssen jetzt natürlich erstmal ihre Rückstände aufarbeiten“, ist Hess aber noch ein Stück weit entfernt von Übermut. Zumal: Zwischenzeitlich hat sich Lucas Oberle mit einer Herzmuskelentündung abgemeldet. Und nach dem Training am Dienstag meldete sich Mathias Tillschneider mit dickem Knie ab...

<a href="http://www.wormser-zeitung.de/sport/lokalsport/fussball/12342062.htm">Hess freut sich über Rückkehrer (Wormser Zeitung, 24.08.2012)</a>