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Pfeddersheim als 3:0 Sieger aus Neunkirchen zurück ...

von Carsten Schröder

NEUNKIRCHEN - Die TSG Pfeddersheim behält die Tabellenspitze in der Fußball-Oberliga im Visier. Weil am Samstag sowohl Spitzenreiter SC Hauenstein (1:1 in Burgbrohl) wie auch der auf Rang zwei platzierte SV Saar 05 Saarbrücken (1:1 in Völklingen) Federn ließen, sind die TSGler als 3:0 (2:0)-Sieger bei Borussia Neunkirchen wieder herangerückt. Der SCH liegt zwei Punkte vorne, Saar 05 gar nur einen. Wer nun weiß, dass die beiden Topteams am letzten Spieltag noch direkt aufeinandertreffen...

Aber natürlich: Das ist Zukunftsmusik. „Damit beschäftigen wir uns nicht“, sagt Norbert Hess. Der TSG-Trainer bemüht die Floskel, nach der er mit seiner Mannschaft von Spiel zu Spiel schauen möchte. Und er stellt dabei fest: „Die Jungs laufen, und ich will sie natürlich auch laufen lassen.“

  • ANTRAG GESTELLT

Bis Mittwoch läuft die Bewerbungsfrist zur Zulassung für die kommende Saison in der Regionalliga. Nach Mitteilung von Trainer Norbert Hess hat die TSG Pfeddersheim den Antrag als Einschreiben beim zuständigen Verband eingereicht.

In Neunkirchen lief dabei ausgerechnet einer vorne weg, der zuletzt gar nicht mehr in der Anfangself gestanden hatte: Enis Aztekin schoss den Auswärtssieg mit seinen drei Toren im Alleingang heraus und wurde durch Hess bei seiner vorzeitigen Auswechslung deshalb natürlich ganz besonders geherzt. Ins Team gerückt war der Youngster erst durch den Ausfall von TSG-Sturmführer Kevin Gotel (Grippe). In Neunkirchen wurde Aztekin zu einem Sinnbild für die momentane Stärke der Pfeddersheimer. „Er hatte in den vergangenen Wochen schon gut trainiert“, schildert Hess, der sich freuen durfte, dass sein Schützling den Platz auf der Reservebank dennoch ohne Wehklagen ertrug – und jetzt mit Toren antwortete. „Das ist es, was die Situation bei uns im Moment ausmacht“, schwärmt der Trainer. Die Truppe trete als Einheit auf, habe gemeinsam ihren Spaß. „Am Dienstag habe ich wieder nur lachende Gesichter im Training.“

Grund für die gute Laune gibt es schließlich auch genug. Denn vor ihrer Rückfahrt aus Neunkirchen wurden die TSGler am Samstag seitens der Gastgeber mit dem Prädikat einer Spitzenmannschaft versehen. Norbert Hess nahm die Lorbeeren stellvertretend für sein Team gerne entgegen – und reichte sie natürlich weiter. „Die Umstände dort waren für meine Mannschaft sicher nicht einfach“, erzählte Hess. Schließlich mühen sie sich bei der finanziell angeschlagenen Borussia – ein Insolvenzverfahren ist beantragt – um Aufbruchsstimmung. Pünktlich zum Spiel war der durch Ex-Bundesliga-Manager Reiner Calmund organisierte VW Käfer mit den Unterschriften zahlreicher Bundesliga-Stars eingetroffen, der Wagen soll nun versteigert werden. Dazu kam eine Ausstellung unter dem Motto „Alte Liebe lebt“, der Fernsehsender Sky war vor Ort. Und die Pfeddersheimer? Die zeigten sich unbeeindruckt. Mehr als zwei Kopfball-Chancen, bei denen Andreas Haas sein Ziel verfehlte (28., 32.) ließen die TSGler nicht zu. Davor hatte Aztekin den ersten gefährlichen Angriff der Gäste freilich bereits ins Ziel geführt (19.). Und nach Balleroberung durch Sebastian Schulz setzte der Offensivmann auf Vorlage von Sebastian Kaster noch vor der Pause einen drauf (41.).

„In der zweiten Halbzeit ist das Spiel ein wenig verflacht“, räumte Hess zwar ein. Weil Aztekin auf Vorlage von Yannick Krist aber ein drittes Mal traf (71.), war die Messe auch zeitig gelesen. Am Ende hätte der Sieg vielleicht sogar höher ausfallen können, fand Hess mit Hinweis auf Chancen von Schulz (38.), Kaster (42., 85.) und Ludwig (80., Pfosten). Mosern mochte der Coach aber nicht: „Das wäre Meckern auf einem ganz hohen Niveau.“

TSG Pfeddersheim: Müller – Schittenhelm, Litzel, Tillschneider, Ludwig – Klotz, Bräuner – Schulz (65. Frey), Krist (70. Bach), Aztekin (82. Adler) – Kaster.