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Pfeddersheim pirscht sich an die Spitze ran

  Volker Schütz      
Nach Sieg in Salmrohr nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz zwei

Salmrohr. Die TSG Pfeddersheim lässt sich nicht abschütteln. Nach der ärgerlichen Heimniederlage gegen den TSV Schott am vergangenen Samstag hatte die Mannschaft von Trainer Norbert Hess am Mittwochabend ein Antwort parat. Beim FSV Salmrohr gelang ein überzeugender Auftritt, der zu einem 2:0 (0:0)-Erfolg führte. Und der Sieg gegen die Mannschaft der Stunde, die zuletzt die beiden Spitzenteams Saar 05 Saarbrücken und SC Hauenstein in die Knie gezwungen hatte, wurde um so ausgiebiger auf der Rückreise gefeiert, weil zeitgleich der SC Hauenstein in Neunkirchen mit 0:1 verlor, so dass der Abstand der Pfeddersheimer auf den zweiten Platz wieder nur noch zwei Punkte beträgt. Neuer Liga-Primus ist nunmehr Saar 05 Saarbrücken nach dem 1:0-Sieg am Dienstag in Burgbrohl.

 „Unter diesen Umständen ärgert mich jetzt diese Drecksniederlage gegen Schott fast noch mehr“, platzte es aus Hess heraus, nachdem er vom Hauensteiner Patzer gehört hatte. Um dann aber auch gleich auf das eigene Team zu sprechen zu kommen. „Das war schon ein verdienter Sieg“, so der Coach, „wir haben fast nichts zugelassen.“ Wobei er nicht den frühen Lattentreffer der Gastgeber (8.) durch Timo Heinz unerwähnt lassen wollte: „Wer weiß, welchen Verlauf das Spiel dann nimmt.“
Und natürlich spielte den Pfeddersheimer noch nicht ganz so überzeugenden ersten Hälfte trefflich in die Karten, dass der Start in den zweiten Abschnitt wie aus dem Bilderbuch gelang. Gerade mal einhundert Sekunden waren gekickt, als ein Schuss von Sebastian Schulz Folgen hatte. Wurde im Strafraum Kevin Gotel gefoult oder war es ein Handspiel des Salmrohrers Daniel Braun? Ganz ehrlich: Der TSG war es schnuppe. Und der Gast fand‘s enorm prima, dass Thorsten Müller antrat, um seinem Gegenüber Daniel Ternes per Strafstoß nicht die Spur einer Chance zu lassen: „Der Thorsten wird noch unser Torschützenkönig“, trompetete Hess euphorisch. Immerhin hat der Goalie jetzt schon vier Elfer in dieser Spielzeit versenkt. Chapeau!
Damit war der Grundstock für den Auswärtsdreier gelegt. Und als dann auch noch die letzte Schrecksekunde für den Gast überstanden war, als der Ball nach einem Schuss von Daniel Bartsch und einer Abwehr Müllers an den Innenpfosten sprang (53.), war die ohnehin bessere Mannschaft nicht mehr aufzuhalten. Nach einer Hereingabe von Schulz brauchte Sebastian Kaster nur noch den Fuß hinzuhalten, um für den 2:0-Endstand (65.) zu sorgen. Chancen für weitere Treffer gegen den zunehmend platter wirkenden Gastgeber, der zuletzt noch durch den Pokalwettbewerb eine Englische Woche zu absolvieren hatte, waren vorhanden. Doch die Feierlichkeiten wären auch bei einem 3:0 oder 4:0 nicht anders verlaufen.
TSG Pfeddersheim: Müller – Schittenhelm, Litzel, Tillschneider, Ludwig – Kaster, Klotz, Bräuner, Schulz (84. Frey) – Krist, Gotel (62. Aztekin)