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TSG Pfeddersheim mit 2:2 aus Jägersburg zurück

Die TSG Pfeddersheim hat sich mit dem als Minimalziel ausgerufenen Teilerfolg in die Winterpause der Fußball-Oberliga verabschiedet. Beim FSV Jägersburg gab‘s ein 2:2 (2:1)-Unentschieden, wodurch die TSGler auf Rang 13 ins neue Jahr gehen. Das Resultat bezeichnete Norbert Hess nachher als gerecht. Allerdings räumte der TSG-Coach ein: Nach einer halben Stunde hätte die Sache bereits zu ungunsten der Pfeddersheimer gelaufen sein können.

Genauer gesagt: Es war die 32. Spielminute, als Murat Adiguezel allein aufs TSG-Tor zustrebte. Der FSV-Torjäger hatte bereits in der zwölften Minute getroffen, Tom Koblenz später das 2:0 nachgelegt (28.). Hess ahnte: „Wenn Adiguezel noch mal getroffen hätte...“ Tat er aber nicht. Der Schlenzer des Angreifers über TSG-Keeper Bakary Sanyang hinweg senkte sich hinters Tor – und die Pfeddersheimer blieben im Spiel.

Mehr noch: Vier Minuten später waren sie wieder richtig dick drin. Im Sechzehner kam da Sebastian Kaster mit der Pike zum Abschluss – und traf. „Das war ein wenig wie aus dem Nichts“, räumte Hess ein, hatte seine Elf doch eine halbe Stunde komplett neben sich gestanden. „Wir hatten keinen Zugriff“, schilderte der Coach, der es auch seinem Keeper zuschrieb, dass es bei den beiden Gegentreffern geblieben war. Wobei das Zustandekommen in den Augen von Hess doch auch ärgerlich war. Im Vorwärtsgang hatte seine Mannschaft den Ball verloren, die Platzelf schnell umgeschaltet und zwei Mal per Distanzschuss getroffen.

Mit dem Anschlusstreffer waren die Pfeddersheimer aber plötzlich da. Auch ohne Tobias Bräuner, Sebastian Schulz (beide muskuläre Probleme) sowie Lucas Oppermann (beruflich) lief das Offensivspiel nun an. Noch vor der Pause klatschte ein Freistoß von Enis Aztekin an den Pfosten, Andreas Buch zielte übers Quergestänge.

Was folgte, waren 45 Minuten, mit denen sich die TSGler in den Augen ihres Trainers das Remis verdienten. Okay, wirklich brenzlig wurde es für den Kasten der Jägersburger eher selten. Aber immerhin, nacheinander kamen Steffen Litzel und der eingewechselte Kevin Gotel in guter Position zum Abschluss, zielten aber noch über die Latte. Sieben Minuten vor Schluss war dann Andreas Buch zur Stelle, als einem FSV-Verteidiger die Kugel einen Tick zu weit wegsprang. Der TSGler schnappte sich den Ball, wurde zu Fall gebracht, und es gab Elfmeter für die Pfeddersheimer, den Kapitän Tobias Klotz zum 2:2 verwandelte (83.).

Was blieb, war noch ein Wortgefecht, das sich Litzel mit Adiguezel lieferte, als dieser versuchte, einen Strafstoß für die Gastgeber zu schinden. Dies war zu offensichtlich, was dem Torschützen die Gelb-Rote Karte einbrachte. Diese sah aber auch der lauthals zeternde Litzel. „Da hätte ich mir Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter gewünscht“, haderte Hess, lief doch die Nachspielzeit.

Oberliga: TSG Pfeddersheim mit 2:2 aus Jägersburg zurück (Wormser Zeitung, 11.12.2017)