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Tore auf dem Silbertablett

TSGler revanchieren sich gegen Dudenhofen für die geschenkte Führung – 1:1
Pfeddersheim. Es bleibt dabei: Es sind triste Tage im Uwe-Becker-Stadion. Und es deutet nichts darauf hin, als könne sich dies für die Oberliga-Fußballer der TSG Pfeddersheim in absehbarer Zeit ändern. Das Heimspiel gegen den FV Dudenhofen hätte am Freitagabend dazu dienen können. Am Ende gab‘s für die TSGler aber doch wieder nur einen Punkt. Neun Minuten vor dem Ende schlenzte Tim Bauer für die Gäste einen Freistoß von der Strafraumkante aus zum 1:1 (0:0)-Endstand ins Netz.

„Mal ein schönes Wochenende“, das hatte sich Norbert Hess gewünscht, nachdem seine Mannschaft zuletzt immer wieder von einer Enttäuschung in die nächste getapst war. Auf dem Platz tat sich bis zur Pause aber wenig, das für eine entsprechende Wendung hätte sorgen können. Nach einer Anfangsphase voller hergeschenkter Bälle kamen die TSGler zwar etwas ins Spiel. Wirkliche Chancen gab es hüben wie drüben aber keine. Gegen biedere Gäste fehlte den Gastgebern oft das nötige Tempo, um aus eigenen Ballgewinnen auch Kapital zu schlagen. Ein Schuss von Kevin Gotel zischte am Tor vorbei (20.), die linke Seite schien mit Lucas Oppermann einen Tick gefährlicher. Doch entweder nahm der Angreifer selbst das Tempo aus dem Spiel, oder aber ihm fehlte aus spitzem Winkel der letzte Tick vor dem herauseilenden Keeper (35.). Eine miese Hereingabe nach endlich mal schnellem Angriff passte kurz danach ins Bild.

Immerhin: Der Routinier ackerte, trieb an. Und so kam er auch mit der Überzeugung aus der Kabine: „Weiter, wir bekommen unsere Chance.“

Schon fünf Minuten später servierten die Gäste besagte Möglichkeit auf dem Silbertablett, als die Kugel nach einer Ecke per Querschläger in die Wolken ging – und am Fünfmeterraum wieder herunterkam. Es war Steffen Litzel, der hier allerlei „gelb-besockte“ Waden als Banden nutzte, über die der Ball zur Pfeddersheimer Führung im Kasten landete (50.).

Okay, es roch jetzt erst mal nach Heimsieg, zumal Sebastian Schulz per Distanzschuss noch die Oberkante der Latte traf (60.). Letztlich wussten die TSGler aber, als die Gäste zunehmend die Defensive entblößten, mit den sich bietenden Räumen nichts anzufangen. Der FV suchte Standards. Und er bekam ihn durch die TSGler ebenso auf besagtem „Servierbrett“ präsentiert. Mehrfach bekamen die TSGler die Kugel nach einer Ecke nicht aus dem Strafraum, bis schließlich Mathias Falk durch Andreas Buch an der Strafraumgrenze gefällt wurde. Der Rest war die Sache von Tim Bauer. Und wenn Bakary Sanyang nicht den folgenden Freistoß von Dominic Himmighöfer pariert hätte (87.)...? „Dann verliert man noch“, bekannte Hess. Der Trainer mochte nichts beschönigen, nur : „Es waren zwei verlorene Punkte, wenn man 1:0 führt.“

TSG Pfeddersheim: Sanyang – Krist, Edel, Litzel, Said – Schulz, Klotz, Bräuner (66. Lutz), Oppermann (83. Aztekin) –Kaster (79. Buch), Gotel.