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Nach sieben Wechseln wird aus dem 3:0 der TSG Pfeddersheim gegen RWO Alzey ein bitteres 3:4

Hätte Norbert Hess zur 60. Minute ein Fazit ziehen müssen, dann wäre dies sehr positiv ausgefallen. Da zu einem Fußballspiel jedoch 90 Minuten gehören, war der Trainer von Oberligist TSG Pfeddersheim nach dem Testspiel gegen RWO Alzey ernüchtert, hatte sein Team doch gerade trotz 3:0-Führung mit 3:4 verloren. „Was wir da gemacht haben, muss ich erst einmal verdauen.“

Sein Unmut klammerte dabei die sieben Ausgewechselten aus, die das Feld beim Stand von 3:0 verließen. „Das sind die Gewinner.“ Und die sieben Eingewechselten gehörten demnach zu den Verlierern des Testspiels. „So hat man keine Chance, in der ersten Mannschaft in der Oberliga zu spielen. Ich bin maßlos enttäuscht.“ Auch von den vier noch verbliebenen Startspielern hatte er sich mehr „Verantwortung“ erwartet.

Nichtsdestotrotz werden alle noch einmal eine neue Möglichkeit in der Vorbereitung erhalten. Dies werde am Donnerstag beim Test in Flörsheim-Dalsheim gegen die U 19 vom SV Darmstadt sein, deutete der Coach an. Eine mögliche Startaufstellung für das erste Spiel nach der Winterpause, das Heimspiel gegen den FV Eppelborn, kann dann aus dem letzten Testspiel gegen den SV Rülzheim am Samstag um 14.30 Uhr abgelesen werden. Durch die zwei abgesagten Tests ist die TSG insgesamt noch nicht auf dem Stand, den sich Hess wünscht. „Wir sind noch nicht im 100 Prozent-Modus und müssen uns steigern.“

In Armsheim gegen Alzey hielt er sich dabei weitestgehend zurück und überließ aufgrund seiner Erkältung federführend Co-Trainer Steffen Litzel die Verantwortung. Bevor Ex-Pfeddersheimer Markus Moh Amar (65./72.), Manuel Helmlinger (67.) und Christian Hahn (83.) die Alzeyer zum Sieg schossen, präsentierte sich die TSG auch aus der Sicht von Hess in ordentlicher Verfassung. „Das sah sehr ansehnlich aus und war von unserer Seite gut“, analysierte er. Begünstigt durch einen schwachen Tag des Alzeyer Verteidigers Philip Wesner führte die TSG dann auch dementsprechend mit 3:0 - Sebastian Kaster (16.) und Lucas Oppermann (24./33.) hatten getroffen. Aber auch das konnte die Enttäuschung über das Ende des Tests nicht verbergen. Nun erwartet Hess eine Reaktion seiner Mannschaft und insbesondere jener, die sich nach ihrer Einwechslung wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hatten.

Nach sieben Wechseln wird aus dem 3:0 der TSG Pfeddersheim gegen RWO Alzey ein bitteres 3:4 (Wormser Zeitung, 12.02.2018)